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„Life, you sweaty little devil, always keen to meddle where you’re not allowed.“ („Life, you sneaky little rascal“)

Ben Galliers ist Brite, und das merkt man; und zwar nicht nur an den ausgefeilten Lyrics und dem großen Wortschatz in den englischsprachigen Songs sondern auch an seinem liebenswerten Akzent, wenn er Deutsch spricht – fließend wohlgemerkt. „Als ich 1999 nach Deutschland gekommen bin, wollte ich diesen Akzent zunächst loswerden“, erzählt er lächelnd beim Spaziergang durch Hamburg. „Doch heute bin ich froh, dass ich ein Stück Heimat auf der Zunge trage.“

Heimat, dass ist für Ben sein Geburtsort Coventry, eine Industriestadt mit der Einwohnerzahl von Mannheim oder Berlin-Mitte, etwa eine Autostunde östlich von Birmingham. Heute, mit 34, ist ihm die Besinnung auf seine Wurzeln wieder wichtig. Damals, vor 15 Jahren, als er Coventry Richtung Deutschland verließ, wollte er nur noch weg. Sein Ticket in ein neues Leben war jedoch nicht die Musik, zumindest noch nicht, sondern der Sport. Genauer gesagt: der Fußball. „Ich habe ganz passabel gespielt und bin erst bei Rot-Weiß Essen und zwölf Monate später bei Dynamo Dresden gelandet.“ Doch die Profi-Karriere in der Regionalliga dauerte nur drei Jahre an. „Ich bin nicht voran gekommen – so gut war ich dann wohl doch nicht“, lacht Ben. „Allerdings fühlte ich mich mit dem reinen Fußballerdasein auch nicht wirklich wohl“, ergänzt er. Doch die Karriere als Profifußballer ebnete ihm indirekt den Weg zur Musik. Denn die spiel- und trainingsfreie Zeit nutze er, um sich selbst das Gitarrenspiel beizubringen und erste Songs zu komponieren. Das tat er auch, als er nach dem Ende seiner Fußballprofi-Laufbahn nach Bochum zog, dort sein Abitur nachholte und zu studieren begann. Als ernsthafte Karriereoption begriff Ben die Musik damals noch nicht. Das änderte sich allerdings schlagartig, als er 2010 die Mitglieder seiner heutigen Band kennenlernte und allen Beteiligten klar wurde: Hier entsteht etwas Besonderes. Folgerichtig verlagerten die Jungs ihren Lebensmittelpunkt allesamt in die Hansestadt und arbeiten nun bereits seit 2011 mit Hochdruck daran, den Namen Ben Galliers in die Welt zu tragen. Seine Liebe zum Ruhrgebiet und insbesondere zu der Stadt Bochum hat das jedoch keinen Abbruch getan. Denn auch seine Bandkollegen sind Wahlhamburger. Die Jungs stammen ursprünglich aus Paderborn sowie aus der Nähe von Kassel und Münster. Doch mittlerweile fühlen sich alle in der Hansestadt sau wohl und können spannende Tipps für amüsante Hamburger-Nächte liefern.

Doch ihre größte Leidenschaft heißt: Live spielen. Wann immer es geht. So haben die Vier bereits auf sämtlichen Bühnen des Landes gestanden und nach versiertem Vortrag ihres grandiosen Folk-Pops stets eine frenetisch jubelnde Crowd hinterlassen. Und das liegt nicht nur an dem hervorragenden Songmaterial, das sie im Laufe der letzten Monate angesammelt haben sondern zu großen Teilen an der einzigartigen Live-Performance der Jungs. „Wir sind keine normale Band“, ist es Ben daher wichtig zu betonen. „Wir spielen nicht nur Gitarre, Bass und Schlagzeug, sondern versuchen es musikalisch so spannend wie möglich zu halten und neue Elemente in die Musik einzubringen.“ Und so kommen neben dem herkömmlichen Rock-Equipment auch Banjo, Lap-Steel-Gitarre und Kontrabass, genauso wie Klarinette, Glockenspiel, Percussion und Geige zum Einsatz; allesamt Instrumente, die Ben Galliers nicht nur einen frischen Anstrich verpassen, sondern ein vielschichtiges, mehrdimensionales Soundbild entwerfen, das auf angenehme Art und Weise den hörgewohnten Rahmen sprengt. „Davon abgesehen ist uns auch die Kommunikation mit dem Publikum wichtig. Wir sind keine verschraubten Indie-Typen, die auf der Bühne in sich gekehrt an ihren Instrumenten herumwerkeln. Wir möchten den Leuten auf Augenhöhe begegnen, zumal es sehr persönliche Geschichten sind, die ich in meinen Songs erzähle.“

„I will teach you all I can, fables of an aging man.“ („Harmony“)

Genau das hört man auch auf den Songs des Debütalbums, das am 04.09.15 veröffentlicht wird. Allein der Umstand, dass sie sich nicht nur auf die genreübliche Themenpalette von Liebe und Herzschmerz stützen, sondern diese um viele spannende Geschichten über die Unwägbarkeiten des Lebens erweitern, ist ein immenser Gewinn; ein Plus, das Ben Galliers vom Gros ähnlich gearteter Künstler angenehm abhebt. Das zeugt nicht nur von einer außergewöhnlichen Beobachtungsgabe, sondern auch von einer besonderen Sensibilität, die kleinen Dinge des Lebens in reflektierte Worte zu fassen, die im Zusammenspiel mit der Musik wiederum groß(artig)e Songs ergeben.

Bestes Beispiel ist das Stück „Love Isn’t All We Need“, das sowohl inhaltlich als auch musikalisch herausragend ist. Basierend auf einem eingängigen, simplen Gitarrenriff, schraubt es sich im dreiminütigen Songverlauf zu einem viel-instrumentierten Kunstwerk hoch, dass die multi-musikalischen Fähigkeiten der Band auf den akustischen Punkt bringt. Thematisch geht das Stück als Gegenentwurf zu der von den Beatles unter dem Titel „All You Need Is Love“ etablierten Lebenslüge durch, dass die Liebe allein zum glücklich werden vollkommen ausreiche. „Manchmal ist die Liebe keinesfalls genug. Es gibt viele Dinge innerhalb einer Beziehung, die einer trauten Zweisamkeit im Weg stehen und sie kaputt machen können; Widrige Umstände, gegen die man mit Liebe allein nicht ankommt.“

Ähnlich persönlich ist der Song „Counterweight“, ein nahezu zerbrechlich wirkendes Stück Musik, das Ben einer guten Freundin gewidmet hat; einem ganz besonderen Menschen, der stets in der Lage ist, alles wieder ins Lot zu bringen, wenn es denn erforderlich ist; der sein titelgebendes Gegengewicht darstellt, wenn sein Leben aus der Balance gerät.

Aber es ist schwer, einzelne Songs herauszugreifen, denn jedem Stück wurde eine Einzigartigkeit in die Textur gemeißelt, der man sich nur schwerlich entziehen kann – sei es das aufbrausend dahintreibende und vom Leben geschriebene „Calm Seas Don’t Make Good Sailors“, die liebevolle Auseinandersetzung mit seiner (noch) nicht existenten Vaterrolle im herzerweichenden „Harmony“ oder das berührende „Doldrum“. „Der Song ist in einer Zeit entstanden, in der es mir sehr schlecht ging; darin geht es um Depressionen. Ich beschreibe die Depression darin als Mensch, der ab und an zu Besuch kommt.“ Was für eine außergewöhnliche Idee, ein so schmerzhaftes Sujet nachvollziehbar und für Außenstehende greifbar zu machen.

Eines steht daher unumwunden fest: Mit ihrer musikalischen Mischung aus eingängig-anspruchsvollem Folk-Pop, der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Themen abseits ausgetretener Textpfade sowie ihren herausragenden Qualitäten auf der Bühne wird man in den kommenden Monaten nicht an Ben Galliers und seinen Jungs vorbeikommen. Denn Ben hat die zwei wichtigsten Punkte des Fußballs in seine Musik integriert. Zum einen die Teamfähigkeit innerhalb der Band und zum anderen diese pure Leidenschaft, bei dem der Funke sofort überspringt und das Publikum zum Sieger macht. Volltreffer!

„Life, you freaky little lover, living undercover of your weighted dice.“ („Life, You Sneaky Little Rascal“)
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